Euripides Heracleidae 784-891

ed. Gilbert Murray

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Heracleidae. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1902.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

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Current edition Perseus

Ἡρακλεῖδαι (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.)

Translations (3)
Heracleidae Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.) — 784-890 focus
The Heraclidae (OCR draft) Experimental (The Heraclidae. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1852; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 3, Heidelberg: C. F. Winter, 1852. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 784 focus
Herrin, zu hören bring' ich dir ein kurzes Wort;
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Mir, den du siehest, tont's im Ohr auf's lieblichste.
Wir sind der Feinde Sieger, aufgerichtet stehn
Siegsmale schon mit deiner Feinde ganzer Wehr.
Doch als mit hellem Klange nun Tyrrhenia's 7
Drommete rief zum Streite, der ringsum entglomm:
Wie, meinst du, drohnten rasselnd Schild' an Schilde da,
Wie scholl Gestihn und Seufzen, scholl Wehruf zugleich?
Zuerst in ungestumem Drang durchbrach das Heer
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Von Argos unsre Reihen; dann wich uns der Feind.
Drauf aber harrten Alle, Fuß an Fuß gedrängt,
Mann wider Mann sich stemmend, aus im schweren Kampf.
Viel Streiter sanken. Und von beiden Seiten rief's: 8
„Ihr, die ihr Argos' Felder, die ihr Attika
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Besåt, o wehret Schande doch von unsrer Stadt!"
Doch kaum mit allem Wagen und nicht mühelos
Ward Argos' Kriegsmacht in die Flucht gewandt von uns.
Da sah, wie Hyllos aus den Reih'n vorbrach, der Greis
Jolaos, streckt ihm seine Rechte zu, und fleht,
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Ihm einen Plaz zu gönnen auf dem Wagensiz.
Er faßt die Zugel mit der Hand und lenkt darauf
Des Königs Rossen zu. Bis hieher sah ich's selbst
Mit an; das Weitre wurde mir von Andern kund. 9
Sobald er in Pallene Pallas' Heiligthum 10
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Vorübereilte und Eurystheus' Wagen sah;
Da rief er Zeus und Hebe'n, ihn nur Einen Tag
Zum Jungling umzuschaffen, daß er züchtige
Den Feind. Ein Wunder kannst du jezt vernehmen, Frau.
Zwei Sterne, die sich auf der Rosse Joch herab
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Gesenkt, verhållten sein Gespann in schwarz Gewölk.
Dein Sohn und Hebe war es, wie die Weiseren
Behaupten. Er, aus duster schwarzer Nacht hervor, 11
Wies hell der Arme jugendlich erneuten Glanz.
Da fing an Skeirons Felsenhohn das Viergespann 12
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Des Königs Held Jolaos, band die Hände dann
Ihm selbst, und führt als schonste Kriegesbeute nun
Den Heeresfürsten euch daher, den ehedem
So hochbegluckten; aber jezt ruft sein Geschick
Der Erde Söhnen allen laut die Lehre zu,
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Den nicht zu preisen, ehe man ihn sterben sah,
Der glucklich scheine: denn das Glück währt Einen Tag.
Zeus, endlich, spåt zwar, sahest du mein Leiden an;
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Doch weiß ich Dank dir dessen, was du schon vollbracht.
Und wenn ich vorher nicht geglaubt, daß unser Sohn
Bei Göttern wohne, nun erkannt' ich's zweifellos.
O Kinder, nun doch seid ihr, nun von Mühen frei,
Und frei von Jenem, der mir schlimm verderben soll,
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Mykene's Herrscher, sollt in eures Vaters Stadt
Einziehn, des Landes Erbe schaun und Opfer weihn
Den Vatergöttern, denen ihr fernabgewandt
In kläglich unståt irrer Fahrt die Welt durchzogt!
Doch was für weise Plane hegt Jolaos denn,
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Daß er des Königs schonte, nicht ihn tödtete?
Dies sage; denn nicht weise dunkt es uns, den Feind,
Nachdem man ihn ergriffen, nicht zu züchtigen.