Euripides Heracleidae 134

Edward P. Coleridge (Translator)

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Heracleidae. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1906.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by Tufts University.

Current edition Perseus

Heracleidae (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.)

Editions (1)
Ἡρακλεῖδαι Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.) — 134 focus
Translations (2)
The Heraclidae (OCR draft) Experimental (The Heraclidae. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

No corresponding passage available

German (J. J. C. Donner, 1852; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 3, Heidelberg: C. F. Winter, 1852. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 134 focus
Von Argos bin ich; dieses willst du wissen ja:
130
Weßhalb ich herkam und von wem, erklär' ich jezt.
Mykene's Fürst, Eurystheus, sendet mich hieher,
Ihm die zu bringen; Vieles, was das Recht gebeut,
Hab' ich zu sagen und zugleich zu thun, o Freund.
Denn, selbst Argeier, führ' ich nur Argeier heim,
135
Hier diese, die aus meinem Vaterland entflohn,
Wo strenge Sazung über sie den Tod erkannt.
Recht ist es aber, daß wir selbst, als freies Volk,
Selbständig üben unser Recht durch unsre Hand.
Sie kamen schon zu manches andern Volkes Herd;
140
Wir aber hielten unverrückt am gleichen Wort,
Und Keiner wagte sein Geschick herbeizuziehn.
Doch floh'n sie hierher, weil sie Thorheit wohl an dir 1
Gewahrten, oder wollten sie's im schweren Leid
Erproben, ob du deinen Schuz, ob nicht, gewährst.
145
Denn du, verstandlos, werdest dich, so wähnen sie,
Von allem Volk in Hellas, wo sie hingelangt,
Allein erbarmen ihrer schlimmberathnen Noth.
Wohlan, erwäge! Wenn du sie aufnimmst in's Land,
Und wenn du mir sie låssest: was ist dein Gewinn?
150
Von uns erringst du diesen Dank zum Lohne dir:
Du fågst zu deinem Reiche noch das machtige
Kriegsheer von Argos und Eurystheus' ganze Macht.
Doch wenn, gehorsam ihrem Wort und Klageruf,
Du dich erweichen låssest; muß das Schwert den Kampf
155
Entscheiden: denn das hoffe nicht, daß ohne Stahl
Von unserm Volke dieser Streit geschlichtet wird.
Was sagst du dann wohl? Welches Land ward dir geraubt,
Daß Krieg mit Tiryns, daß du Krieg mit Argos willst? 2
Wer sind die Bundsgenossen, die du schirmst? Wofür
160
Begråbst du deine Todten? Wohl wird böser Ruf
Vor deinem Volk dich schånden, wenn um einen Greis,
Der, so zu sagen, schon im Grabe wohnt ein Nichts,
Und um die Knaben du versinkst in solchen Schlamm.
Das Beste, Hoffnung, bluhe dir, erklärst du wohl.
165
Was ist die Hoffnung gegen dein errungnes Gluck?
Schön werden diese, reiften sie zu Jünglingen, 3
Bewehrt mit Argos kämpfen, wenn dies deinen Muth
Erhebt, und mittlerweile geht viel Zeit dahin,
In der ihr unterginget. Darum folge mir!
170
Nichts opfern sollst du, laß allein das Meine mich
Von hinnen führen, und erwirb Mykene dir.
Nicht wähle dir die Schlechten, was ihr gerne thut,
Wo du der Bessern Liebe dir gewinnen kannst.

Notes on the current edition

Heracleidae

1. Nauck brackets this sentence as spurious.
2. i.e. a hope that they will do the same for you in your hour of need. Jebb suggested (Cf. Jerram) Ἐρῶ τὸ λῷστον· ἐλπιδ’ εὑρήσει μόνον I will put your case in the best light: you will find hope and nothing more. A most tempting elucidation of a very puzzling passage.