Euripides Medea 492

Johann Jakob Christian Donner (Translator)

Hin ist des Eides Treue: traun, du glaubtest wohl,
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Die Götter, die sonst herrschten, herrschen nimmermehr,
Und neue Sazung gelte bei den Menschen izt,
Da dir bewußt ist, daß du mir die Treue brachst.
Ach, diese Rechte, die du oft ergriffen hast,
Ach, diese Kniee, wie vergebens hat er uns 1
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Befleckt, der Frevler, und getäuscht die Hoffnungen!
Wohlan! So wie zum Freunde, red' ich nun zu dir.
Ein bessres Loos zwar hoff ich nimmermehr von euch;
Doch frag' ich, weil du schlechter dann erscheinen wirst.
Wohin mich wenden soll ich jezt? In des Vaters Haus,
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Zum Vaterlande, das ich dir verrieth und floh ?
Zu Pelias' armen Tochtern? Schon empfingen die
An ihrem Herd mich, deren Vater ich entseelt.
Wohl ist es also: meines Hauses Freunde sind
Mir gram, und andre, welchen ich verpflichtet war,
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Verrieth ich dir zuliebe, daß sie Feinde sind.
Für solche Wohlthat hast du mich vor vielen Fraun
Beglückt in Hellas: einen wunderwürdigen
Und treuen Gatten hab' ich Unglückselige,
Wenn ich vertrieben aus dem Lande fliehen muß,
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Freundlos, verlassen mit verlassnen Kindern, ha!
Ein feiner Ruhm dem neuvermählten Bräutigam,
Ich, die dich rettet', und die Sohn' im Bettlerkleid!
Warum verliehst du, großer Zeus, uns sichere
Merkmale, daß uns falsches Gold nicht täuschen kann,
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Und drücktest kein Kennzeichen auf dem Menschenleib,
An dem man unterscheiden mag den schlechten Mann?

Medea. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .

Current edition Experimental

German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) (German) (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.)

Provisional text from uncorrected OCR; expect errors.

Editions (1)
Μήδεια Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.) — 446-626 focus
Translations (2)
Medea Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.) — 446-625 focus
Medea (OCR draft) Experimental (Medea. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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Notes on the current edition

Medea

1. [OCR note; compare the printed page.] Der Genitiv τῶνδε γονάτων ist von φεῦ abhängig, und konnte, ungeachtet das leztere Wort in V. 499 mit dem Nominativ steht, hier nach der sonst auch üblichen Weise mit φεῦ um so eher verbunden werden, da ἐλαμβάνου mit dem Genitiv unmittelbar vorherging. Compare printed p. 284