Als mit dem Vater deiner Söhne Paar erschien,
Und in der Braut Gemächern eingetreten war;
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Da freuten wir uns, die betrübt dein Ungemach,
Wir Sklaven: vielfach raunten wir uns gleich in's Ohr,
Du mit dem Gatten hast entsagt dem alten Zwist.
Der küßt die Hände, jener küßt das blonde Haupt
Der Knaben; und ich folge selbst ihm freudenvoll
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Mit deinen Kindern nach der Fraun Gemächern hin.
Die Herrinn, die wir ehren jezt an deiner Statt,
Ließ, eh sie deiner Söhne Paar ansichtig ward,
Auf Jason freudig liebevoll ihr Auge ruhn;
Doch nun verhüllte sie sofort ihr Angesicht,
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Die weißen Wangen wandte sie voll Scheu zurück,
Als deine Söhn' eintraten: aber dein Gemahl,
Bemüht, der Jungfrau Zurnen abzuwehren, sprach
Die Worte: „feindlich hasse nicht die Freunde mehr,
Laß ab zu grollen, wende mir dein Auge zu,
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Und achte die für Freunde, die dein Gatte liebt:
Nimm ihre Gaben, flehe, daß dein Vater, mir
Zuliebe, meinen Kindern hier den Bann erläßt."
Da sie den Schmuck erblickte, hielt sie nimmer sich,
Versprach dem Gatten Alles, und bevor er noch
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Mit deinen Kindern weit entfernt vom Hause war,
Nahm sie das bunte Festgewand und legt' es an,
Und auf die Locken sezte sie den goldnen Kranz,
Trat vor den blanken Spiegel dann, und ordnete
Das Haar, und lächelt' heiter an ihr todtes Bild.
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Vom Throne drauf erstand sie und durchwandelte
Die Halle, leicht hinschreitend mit dem weißen Fuß,
Und überfroh der Gaben, oft und manchesmal
Das Auge weidend an der hohen Wohlgestalt.
Nun aber war ein kläglich Schauspiel anzusehn.
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Denn schnell die Farbe wechselnd, taumelt sie zurück,
An allen Gliedern bebend, und gelangte kaum
Zum Throne wankend, eh sie ganz zu Boden sank.
Und eine graue Dienerinn (sie glaubte wohl,
Pan's oder andrer Götter Zorn walt über ihr,)
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Erhob ein lautes Beten, bis sie weißen Schaum
Um ihre Lippen, und den graf verdrehten Blick
Der Augen, und die Wangen sah blutlos und bleich.
Da stöhnt sie bittre Klagen aus statt eifriger
Gebete: gleich lief Eine nach des Vaters Haus,
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Die Andre nach dem neuvermählten Eheherrn,
Das Leid der Braut zu melden; und von eilenden
Fußtritten drohnte ringsumher das ganze Haus.
Medea. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .