Jene gingen darauf ein, schickten die Botschaft, und der
Markt kam zu Stande. Da ruderten die Syrakusaner plötzlich
rückwärts, fuhren gegen die Stadt hin, schifften sich rasch auS und be
1
stellten ihre Mahlzeit. Die Athener aber, in der Meinung, jene
2
segelten nach der Stadt zurück, weil sie sich für geschlagen hielten,
schifften sich gleichfalls in aller Ruhe aus, besorgten die übrigen
Geschäfte und rüsteten auch die Mahlzeit, im Glauben, daß es für diesen
Tag nicht mehr zu einem Seegefecht kommen werde. Plötzlich aber
erstiegen die Syrakusier wieder ihre Schiffe und segelten gegen sie
heran. Da geriethen sie denn in große Verwirrung und bestiegen,
die Meisten noch ungegessen, ohne alle Ordnung die Schiffe und
kamen kaum noch mit dem Auslaufen zu Stande. Eine Zeitlang
nun hielten sie sich beobachtend in einer gewissen Entfernung von
einander, dann aber wollte es den Athenern nicht gut bedünken, bei
längerem Zögern durch die eigene wachsende Ermattung den Sieg
dem Feinde in die Hand zu geben, sondern vielmehr so rasch als
möglich anzugreifen, und so ruderten sie vorwärts und unter
gegenseitigem ermunterndem Zuruf begannen sie die Seeschlacht. Die
Syrakusaner aber empfingen den Angriffs indem sie mit den
Vordertheilen der Schiffe gegen sie hielten, wie sie sich's ja ausgedacht, und
rissen mit ihren dazu angebrachten Sturmbalken meist den athenischen
Schiffen da, wo deren Ruder aufhörten, die Seiten auf. Von den
Verdecken herunter richteten ihre Schützen großen Schaden unter den
Athenern an, und noch größeren diejenigen von den Syrakufiern,
welche auf leichten Kähnen die feindlichen Schiffe umfuhren und sich
theils unter das Ruderwerk eindrängten, theils auch an den
Schiffsseiten vorbeifuhren und auf die Rudermannshcaft schossen