Nach ihrer Ankunft dort verhandelten die Gesandten mit
den Lakedämoniern über die Bedingungen, unter denen das
Bündnis geschlossen werden sollte. Zuerst verlangten die Argeier,
über die Landschaft Kynosuria mit den Städten Thyrea und .
Anthene, jenes von jeher streitige, zurzeit im Besitz der Lake
dämonier befindliche Grenzland, solle einer Stadt oder einem
einzelnen Vertrauensmann die schiedsrihcterliche Entscheidung
übertragen werden. Die Lakedämonier erklärten jedoch von
vornherein, davon könne keine Rede sein; wollten sie aber
einen Frieden wie früher schließen, so seien sie dazu bereit.
Hieraus schlugen die argeiischen Gesandten vor, die Lakedämonier
möchten sich für jetzt wenigstens dazu verstehen, einen Frieden
auf fünfzig Jahre zu schließen, dabei aber beiden Teilen das
Recht vorbehalten, wenn es in Lakedämon und Argos weder
Krieg noch Krankheit gäbe, zu verlangen, daß der Streit über
jene Landschaft durch einen Waffengang ausgetragen werde,
wie schon früher einmal, als sich beide den Sieg zugeschrieben,
bei dem es jedoch keinem gestattet sein solle, den anderen über
die Grenze von Argos und Lakedämon hinaus zu verfolgen.
Die Lakedämonier hielten das anfangs für Torheit; da ihnen
aber zu sehr daran lag, mit Arges auf guten Fuß zu kommen,
nahmen sie ihren Vorschlag dann doch an und faßten den
Vertrag darüber schriftlich ab. Sie verlangten jedoch, bevor
er in Kraft träte, sollten sie sich wieder nach Argos begeben,
um ihn der Volksversammlung vorzulegen, und, wenn diese
zugestimmt, sich zu den Hyakinthien zur Eidesleistung einfinden.