machte, kam es mit Astyochos noch zu einem weiteren stürmischen
Auftritt. Die Seeleute aus Syrakus und Thurioi nämlich
verlangten ihren Sold und traten dabei um so trotziger gegen
ihn auf, da es größtenteils freie Leute waren. Astyochos aber
gab ihnen eine barsche Antwort und bedrohte sie, erhob sogar
gegen Dorieus, der für seine Leute eintrat, den Stock. Bei
diesem Anblick drangen und schrien sie als richtige Seeleute
alle auf ihn ein und wollten ihm zu Leibe. Er aber sah sich
vor und flüchtete auf einen Altar. Auch kam er noch glücklich
davon, und man brachte sie auseinander. Die Mileter aber
bemächtigten sich durch einen heimlichen Überfall des von Tissa
phernes in Milet erbauten Kastells und vertrieben die Besatzung
daraus. Den übrigen Verbündeten, besonders den Syrakusern,
war das ganz recht. Lichas jedoch war damit nicht einver
standen und erklärte, Milet und alle übrigen Orte im Gebiete
des Königs hätten bis zu glücklicher Beendigung des Krieges
Tissaphernes zu gehorchen und sich seine Anordnungen ohne
Widerrede gefallen zu lassen. Wegen dieser und ähnlicher
Äußerungen waren ihm die Mileter böse, und als er später
an einer Krankheit starb, duldeten sie nicht, daß er da begraben
wurde, wo die Lakedämonier in Milet ihn bestatten wollten.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
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