gleiter ankamen und sich auch gleich an die Spitze der Be
wegung stellten. Sie beriefen zunächst eine Volksversammlung
und schlugen vor, zehn Männer zu wählen und ihnen Voll
macht zu erteilen, den Entwurf eines verbesserten Verfassungs
gesetzes auszuarbeiten und ihn alsdann an einem im voraus
bestimmten Tage an die Volksversammlung zu bringen. Darauf,
als der Tag gekommen war, ließen sie die Versammlung
draußen in Kolonos, einem etwa zehn Stadien von der Stadt
entfernten Heiligtum des Poseidon, sozusagen hinter Schloß
und Riegel abhalten, und das einzige, was die Gesetzgeber
hier vorschlugen, war, eS solle den Athenern künftig freistehen,
jeden beliebigen Antrag zu stellen, und bei schwerer Strafe
verboten sein, einen solchen Antragsteller wegen Verfassungs
verletzung ^raplie paranomonj anzuklagen oder ihm ander
weit Ungelegenheiten zu bereiten. Schon hier wurde denn
auch gradezu beantragt, die Amter und Behörden nicht mehr
in bisheriger Weise zu besetzen und die Besoldungen aus der
Staatskasse abzuschaffen, auch zunächst fünf Männer zu wählen,
welche ihrerseits wieder hundert und diese hundert alsdann je
drei weitere hinzuwählen sollten. Diese Vierhundert sollten
sich dann aufs Rathaus begeben und unumschränkt nach eigenem
Gutbefinden in der Stadt regieren, auch, sooft es ihnen an
der Zeit scheine, die Fünftausend zusammenkommen lassen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.