entlang ging, seine Leute zu ermutigen, und wo er sah, daß
Unordnung oder Lücken entstanden waren, ließ er sie wieder
aufschließen und die Ordnung herstellen. Ebenso machte es
Demosthenes, indem er ähnliche Worte an die Seinigen richtete.
Das Heer bildete auf dem Marsche ein längliches Viereck, vorn
die Abteilung des Nikias, dahinter die des Demosthenes. Die
Packträger und den zahlreichen Troß hatten die Hopliten in
die Mitte genommen. Als sie an die Brücke des Anapos kamen,
fanden sie den Fluß von Truppen der Syrakuser und ihrer
Verbündeten besetzt. Nachdem sie diese geworfen und sich des
Übergangs bemächtigt hatten, setzten sie ihren Marsch fort.
Die Syrakuser aber ließen ihnen keine Ruhe, ihre Reiter waren
ihnen beständig zur Seite, und das leichte Volk beschoß sie mit
Wurfspeeren. Die Athener legten an dem Tage etwa vierzig
Stadien zurück und blieben die Nacht am Fuße eines Hügels
unter freiem Himmel. Am folgenden Tage brachen sie in der
Frühe auf, rückten etwa zwanzig Stadien weiter vor und ge
langten dann in eine Ebene hinunter, wo sie ein Lager schlugen,
um sich dort, da das Land bewohnt war, etwas zu essen zu
verschaffen und mit Wasser zu versorgen. Denn in dem Land
strich, den sie vor sich hatten, gab es auf viele Stadien nicht
Wasser genug. Unterdessen gewannen ihnen die Syrakuser
einen Vorsprung ab und verschanzten den Weg, auf dem sie
weiterziehen mußten. Er führte über einen schwierigen Höhen
zug mit steilen Abhängen auf beiden Seiten, den sogenannten
Akraiischen Klint. Am anderen Tage zogen die Athener weiter.
Die Reiter und die Speerschützen der Syrakuser und ihrer
Verbündeten aber, die in großer Menge zur Stelle waren,
suchten sie daran zu hindern, drangen von beiden Seiten auf
sie ein und beschossen sie mit Wurfspeeren. Nach längerem
Kampfe gingen die Athener wieder in ihr altes Lager zurück,
konnten sich aber hier keine Lebensmittel mehr holen, da sie
sich der Reiter wegen nicht vom Lager entfernen durften.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.