leichtbewaffneten Säbelthraker vom Stamm der Dier in Athen
an, die mit Demotshenes zu Schiff nach Sizilien gesollt hatten.
Da sie aber zu spät kamen, hielt man es in Athen für besser,
sie wieder nach Thrakien zurückzuschicken, woher sie gekommen
waren. Denn sie für den Krieg gegen Dekeleia dort zu be
halten, schien zu teuer, da man jedem täglich eine Drachme
hätte zahlen müssen. Dekeleia war nämlich im Laufe des
Sommers zuerst vom ganzen Heere befestigt und von den
einander von Zeit zu Zeit ablösenden Bundestruppen besetzt
geblieben und tat, seitdem es dem Feinde als Waffenplatz im
Lande diente, den Athenern vielen Schaden, wobei sie nament
lich die Verwüstung ihrer Besitzungen und den Verlust an
Leuten schmerzlich empfanden. Denn früher bei den vorüber
gehenden kurzen Einfällen hatten sie in der Zwischenzeit ihre
Ländereien immer benutzen können. Jetzt aber, wo sich die Feinde
dort dauernd festgesetzt hatten, bald neue größere Zuzüge kamen,
bald die ständige Besatzung notgedrungen im Lande streifte
und es ausplünderte, auch der persönlich anwesende lake
dämonische König Agis den Krieg mit großem Nachdruck be
trieb, war es für die Athener ein Pfahl im Fleische. Denn
das ganze Land war in Feindes Hand, mehr als zwanzig
tausend Sklaven, zumeist Handwerker, waren ihnen entlausen,
Vieh und Zugtiere zugrunde gegangen und die Pferde infolge
der von der Reiterei gegen Dekeleia und zum Schutze des Landes
beständig unternommenen Streifzüge durch Überanstrengung
auf dem steinigen Boden lahm oder zuschauden geworden.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
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