wende mich nunmehr zu der Angelegenheit, über die ihr zu
verhandeln habt, und bei der ich euch, sofern ich davon besser
Bescheid weiß, einige nützliche Winke geben kann. Wir haben
den Zug nach Sizilien unternommen, um uns womöglich erst
dort und dann auch in Italien die Griechen zu unterwerfen
und darnach den Kampf auch gegen die Herrschaft der Kar
thager und gegen diese selbst aufzunehmen. Wenn uns das
alles gelungen wäre, wollten wir dann den Peloponnes an
greifen und uns dazu die Streitkräfte aller der drüben neu
gewonnenen griechischen Städte und barbarische Söldnerschareu
herüberkommen lassen, Iberer und andere, die jetzt unter den
dortigen Barbaren für die besten Soldaten gelten. Auch
wollten wir unsere Flotte durch den Bau zahlreicher neuer
Kriegsschiffe verstärken, wozu Italien Holz in Überfluß bietet,
um damit den Peloponnes von allen Seiten einzuschließen,
und dann gleichzeitig mit dem Landheere die Städte dort von
der Landseite angreifen und sie entweder mit Sturm oder
durch förmliche Belagerung nehmen. Auf diese Weise hofften
wir mit den Peloponnesiern leicht fertigzuwerden und darnach
auch alle übrigen Griechen unserer Herrschaft zu unterwerfen.
Um aber das alles um so leichter durchführen zu können, ohne
dabei auf eigene Mittel greifen zu müssen, sollten uns die
dort neuerworbenen Länder ausreichend mit Geld und Lebens
mitteln versehen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.