gegen Syrakus wenden und baldmöglichst in der Nähe der
Stadt eine Schlacht liefern, solange man dort darauf nicht
vorbereitet und noch nicht wieder zur Besinnung gekommen sei.
Im ersten Augenblick sei ein Heer immer am furchtbarsten.
Warte man zu lange, ehe man sich blicken lasse, so fasse der
Gegner wieder Mut, und auch der Anblick sei ihm nicht mehr
so furchtbar. Wenn man also die Syraknser jetzt, solange sie
noch in banger Erwartung seien, unversehens angreife, so
habe man die meiste Aussicht, sie zu besiegen und sie sowohl
durch den Anblick, der Masse, mit der man auftrete, als auch
durch die Furcht vor dem, was ihnen bevorstehe, besonders vor
der ihnen unmittelbar drohenden Schlacht, völlig aus der
Fassung zu bringen. Wahrscheinlich seien viele von ihnen noch
draußen auf dem Felde geblieben, weil sie nicht an die An
kunft der Athener geglaubt; aber auch wenn sie ihre Habe in
die Stadt geschafft, werde das Heer keinen Mangel leiden,
wenn es sich nach dem Siege vor die Stadt lege. Um so eher
würden dann auch die übrigen Griechen in Sizilien sich nicht
ihnen, sondern den Athenern anschließen und nicht erst ab
warten, wer von beiden die Oberhand behielte. Für den Fall
eines Rückzugs müsse man das zurzeit unbesetzte Megara zum
Standort für die Flotte machen, wohin es von Syrakus zu
Wasser und zu Lande nicht weit sei.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.