kämen, seine Richtigkeit, so wäre Sizilien meiner Meinung
nach eher imstande, einen Krieg durchzuführen als der Pelo
ponnes, weil es dafür in jeder Beziehung besser versehen ist;
ja, unsere Stadt würde schon allein der angeblich jetzt im
Anzüge befindlichen Macht, selbst wenn sie nochmal so stark
wäre, weit überlegen sein. Pferde, das weiß ich, haben sie
nicht bei sich, und die würden sie sich bis auf ein paar aus
Egesta auch hier nicht verschaffen können. Auch bringen sie
aus der Flotte nicht genug schweres Fußvolk mit, um uns
damit gewachsen zu sein. Eine solche Fahrt hierher ist ja
schon für leichte Schiffe keine Kleinigkeit, und nun gar der
ungeheure Troß, den sie zum Kriege gegen eine solche Stadt
mitschleppen müssen. Ja, ich bin sogar der Ansicht, daß sie
selbst dann, wenn sie bei ihrer Ankunft hier in der Nähe
eine andere Stadt, so groß wie Syrakus fänden, in der sie
sich für den Krieg einrichten könnten, schwerlich der Vernich
tung entgehen würden, und nun vollends, wenn sie ganz
Sizilien, daS doch zusammenhalten wird, gegen sich haben
und sich, nur mit dem Notdürftigsten versehen, von ihrem,
von den Schiffen aus geschlagenen Zeltlager aus Furcht vor
unserer Reiterei nicht weit vorwagen dürften. Kurz und
gut, ich glaube, sie werden hier im Lande nicht einmal festen
Fuß fassen können; so sehr sind wir ihnen, meiner Über
zeugung nach, an Streitkräften überlegen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.