sollte, verladen war, wurde mit der Trompete „Stillschweigen"
geblasen und das vor der Abfahrt übliche Gebet verrichtet, nicht
auf jedem Schiffe besonders, sondern so, daß es dem Herold in
eins nachgesprochen wurde. Auf der ganzen Flotte wurden
Mischkrüge angesetzt und von der Mannschaft und den Be
fehlshabern aus goldenen und islbernen Bechern Trankopfer
gebracht. Auch die mit hinausgezogenen Bürger und teil
nehmenden Freunde am Lande beteten alle mit. Als das
Opfer beendet und der Paian angestimmt war, wurden die
Anker gelichtet. Anfangs fuhr man in Kiellinie; dann aber,
schon bis Ägina, ruderte man um die Wette, um so schnell
wie möglich nach Kerkyra zu kommen, wo die übrigen Schiffe
der Bundesgenossen sich ja sammeln sollten.
die Flotte sei unterwegs, längere Zeit aber wollte niemand
daran glauben. Auch in einer Volksversammlung, die man
hielt, waren die Meinungen geteilt; während die einen die
Nachricht für wahr hielten, andere das Gegenteil behaup
teten, trat auch Hermokrates, Hagnons Sohn, der genau
Bescheid zu wissen glaubte, in der Versammlung auf und
sagte:
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.