König, mit der ältesten Mannschaft nach Mantinea aufgebrochen
und bis Tegea gelangt. Auf die Nachricht von dem erfochtenen
Siege war er jedoch wieder umgekehrt. Auch ihren von Korinth
und von jenseits des Isthmus kommenden Verbündeten ließen
die Lakedämonier sagen, sie könnten wieder umkehren. Sie ,
selbst gingen ebenfalls nach Hause zurück, entließen ihre Bundes
genossen nnd feierten das grade in diese Zeit fallende Fest der
Karneien. Hatte man ihnen bis dahin in Griechenland wegen
der Niederlage auf der Insel Feigheit vorgeworfen und sie
wegen ihrer Mißgriffe und Schwerfälligkeit verhöhnt, so war
dem durch diese Schlacht mit einmal ein Ende gemacht; nur
ein unglücklicher Zufall, meinte man jetzt, habe sie in den Ver
dacht der Feigheit gebracht, und an Tapferkeit seien sie immer
noch die Alten.
ganzen Heere in das damals ja von Truppen entblößte Ar
geiische eingefallen und hatten die von den Argeiern während
des Feldzugs dort zurückgelassene Besatzung gutenteils nieder
gemacht. Als aber nach der Schlacht dreitausend Hopliten
aus Elis und noch weitere tausend Athener zu den Mantineern
gestoßen waren, rückten die Verbündeten, während die Lake
dämonier ihre Karneien feierten, gleich mit dem ganzen Heere
vor Epidauros und begannen die Stadt mit einer Mauer ein
zuschließen, wobei sie die Arbeit an den einzelnen Abschnitten
unter sich verteilten. Freilich stellten die übrigen die Arbeit
bald ein, die Athener aber wurden auf ihrem Abschnitt oben
beim Heratempel schnell damit fertig. In der hier erbauten
Schanze ließen sie eine gemeinshcaftliche Besatzung zurück und
zogen dann alle wieder ab, jeder in seine Stadt. Damit
endete der Sommer.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.