zelnen Feldherren einige Worte an ihre Leute, um sie zum
Kampfe anzufeuern. Den Mantineern sagte man, es gelte
heute den Kampf fürs Vaterland, zugleich aber auch um
Herrschaft und Knechtschaft, jene dürften sie sich nicht nehmen,
diese nicht wieder gefallen lassen; den Argeiern, sie sollten
nicht leiden, daß man ihrer alten Hegemonie und früheren
Gleichberechtigung im Peloponnes für immer ein Ende mache,
und dem bösen Nachbarvolke alle seine Unbilden einmal heim
zahlen; den Athenern aber, daß eS Ehrensache für sie sei, eS
unter so vielen tapferen Bundesgenossen allen übrigen zuvor 1
zutun, wie sie denn auch durch einen Sieg über die Lake
dämonier hier im Peloponnes ihre Herrschaft befestigen und
erweitern, auch ihr Land für immer vor feindlichen Einfällen
sichern würden. In dieser Weise suchte man die Argeier und
ihre Verbündeten zum Kampf anzufeuern. Die Lakedämonier
spornten sich untereinander und durch Anstimmung kriegerischer
Weisen an, der alten Tapferkeit eingedenk zu sein und zu
zeigen, waS sie könnten, wohl wissend, daß lange Schulung
im Kriegshandwerk mehr wert sei als schwungvolle Ansprachen
vor der Schlacht.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.