und anshceinend war das Heer der Lakedämonier größer. Die
wirkliche Stärke beider Heere kann ich leider nicht genau an
geben, weder im einzelnen noch im ganzen. Über die Zahl der
Lakedämonier ist infolge der bei ihnen herrshcenden Geheimnis
krämerei amtlich nichts bekannt geworden, die Angaben deS
Gegners aber halte ich bei der Neigung der Menshcen, mit
der Macht ihres Landes zu prahlen, nicht für glaubwürdig.
Indessen läßt sich die damalige Stärke der Lakedämonier mit
Hilfe folgender Berechnung doch einigermaßen feststellen. Sie
hatten in der Schlacht außer den sechshundert Skiriten sieben
Lochen, jeder Lochos bestand aus vier Pentakostyen, jede
Pentakostye aus vier Zügen. In jedem Zuge tsanden vier
Mann im ersten Gliede. Die Tiefe der Stellung freilich
war nicht überall dieselbe, sondern hing von den einzelnen
Hauptleuten (Lochagen) ab, betrug aber im Durchschnitt acht
Mann. Auf der ganzen Schlachtlinie aber tsanden außer den
Skiriten vierhundertachtundvierzig Mann im ersten Gliede.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.