die Nachricht, wenn sie nicht unverzüglich erschienen, würde
Tegea zu den Argeiern und deren Bundesgenossen übergehen,
wozu es jeden Augenblick kommen könne. Nun rückten sie
mit ihrem ganzen Heere, Lakedämonier und Heloten, mit einer
Schnelligkeit ins Feld wie nie zuvor. Sie schlugen den Weg
nach Orestheion im Mainalischen ein und wiesen vorher ihre
arkadischen Bundesgenossen an, sich zu sammeln und ihnen
auf dem Fuße nach Tegea zu folgen. Bis Orestheion zogen
sie mit ihrem ganzen Heere, von dort aber schickten sie den
sechsten Teil der Lakedämonier, dem die ältesten und die
jüngsten Jahrgänge angehörten, zum Schutz der Heimat wieder
nach Hause. Mit dem Reste trafen sie bei Tegea ein, und
bald nahcher kamen auch ihre arkadischen Bundesgenossen
dort an. Auch nach Korinth und an die Böotier, Phokier
und Lokrer sandten sie Befehl, unverzüglich Truppen nach
Mantinea zu schicken. Die aber konnten dem so plötzlich nicht
nachkommen; sie mußten aufeinander warten und konnten so
einzeln nicht ohne weiteres durch das dazwischenliegende
feindliche Gebiet ziehen; indessen beeilten sie sich damit nach
Möglichkeit. Die Lakedämonier aber rückten mit den bereits
eingetroffenen arkadischen Bundesgenossen ins Mantine'ische
ein, lagerten sich beim Heraklestempel und verwüsteten das
Land.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
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