nach Amphipolis von Eion aus einen Angriff auf Stageiros,
eine Kolonie von Andros, eroberte es aber nicht. Dagegen
nahm er Galepsos, die Kolonie von Thasos, mit Sturm. Er
schickte Gesandte an Perdikkas und forderte ihn auf, dem
Bündnis gemäß mit seinem Heere zu ihm zu stoßen, und
ebenso nach Thrakien an Polles, den König der Odomanter,
der ihm möglichst viele thrakische Söldner zuführen sollte. Er
selbst blieb einstweilen in Eion, um sie dort zu erwarten. Auf
die Nachricht hiervon lagerte sich auch Brasidas ihm gegen
über bei Kerdylion, einem argilischen Orte an der anderen
Seite des Flusses, nicht weit von Amphipolis, von wo man
die ganze Gegend übersehen konnte, so daß Kleon nicht un
bemerkt mit seinem Heere hätte aufbrechen können. In der
Tat erwartete Brasidas es nicht anders, als daß er das tun
und angesichts der geringen Zahl des GegnerS schon mit seinem
jetzigen Heere stromaufwärts gegen Amphipolis ziehen würde.
Zugleich richtete er sich auf eine Schlacht ein, indem er fünfzehn
hundert thrakische Söldner und die Edonen, Peltasten und
Reiter, sämtlich an sich zog. An myrkinischen und chalkidischen
Peltasten hatte er außer denen in Amphipolis tausend, an
schwerem Fußvolk alles in allem etwa zweitausend Mann,
dazu dreihundert griechische Reiter. Davon hatte Brasidas
in seinem Lager bei Kerdylion gegen fünfzehnhundert selbst
bei sich, die übrigen standen unter Klearidas in Amphi
polis.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
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