bei denen der Arkadier Androsthenes im Ring- und Faust
kampf den ersten Preis gewann. Die Lakedämonier wurden
von den Eleern zum Feste nicht zugelassen, so daß sie weder
an den Opfern noch an den Wettkämpfe.n teilnehmen dursten,
weil sie die Strafe nicht bezahlt, zu der die Eleer sie nach
olympischem Recht verurteilt hatten, indem sie behaupteten, sie
hätten während des olympischen Friedens das feste Phyrkos
angegriffen und ihre Hopliten nach Lepreon geschickt. Die
Strafe betrug zweitausend Minen, zwei Minen für jeden
Hopliten, wie es das Gesetz bestimmte. Die Lakedämonier er
hoben durch ihre Abgesandten dagegen Widerspruch, weil sie mit
Unrecht verurteilt seien; denn der Friede sei in Lakedämon
noch gar nicht angesagt gewesen, als sie die Hopliten ab
geschickt. Die Eleer aber erklärten, bei ihnen sei damals schon
Friede gewesen, - sie lassen ihn nämlich in Elis selbst zuerst
ansagen, - und während sie sich auf den Frieden verlassen,
hätten sie ihnen hinterrücks diesen Streich gespielt. Die Lake
dämonier erwiderten, wären die Eleer schon damals von ihrer
Schuld überzeugt gewesen, so hätten sie nicht nötig gehabt,
den Frieden nachher noch in Lakedämon ansagen zu lassen,
und doch hätten sie das getan, weil sie die Sache damals
anders angesehen; seitdem aber hätten die Lakedämonier keinerlei
Feindseligkeiten mehr gegen sie verübt. Die Eleer blieben
jedoch dabei, sie könnten sich von ihrer Unschuld nicht über
zeugen; wenn sie ihnen aber Lepreon herausgeben wollten, so
würden sie nicht nur auf ihren Anteil an dem Gelde ver
zichten, sondern auch das, was dem Gotte davon gebühre,
selbst für sie bezahlen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.