nische Besatzung befand, von den Olynthern überfallen und
erobert. Inzwischen waren die Verhandlungen zwischen den
Lakedämoniern und den Athenern über die Herausgabe der
eroberten Plätze immer noch im Gange, und die Lakedämonier
hofften, wenn die Böotier Panakton den Athenern heraus
gäben, würden sie wohl Pylos dafür bekommen. Auch ließen
sie bald nachher die Böotier durch eine Gesandtschaft auf
fordern, ihnen Panakton und die gefangenen Athener zu über
lassen, um Pylos dafür eintaushcen zu können. Die Böotier
aber wollten sich dazu nur verstehen, wenn sie mit ihnen, wie
mit Athen, ein besonderes Bündnis eingingen. Nun wußten
die Lakedämonier recht gut, daß sie dazu den Athenern gegen
über nicht berechtigt waren; denn nach dem Vertrage durfte
keiner von beiden ohne den anderen mit einem Dritten ein
Bündnis schließen oder Krieg anfangend Aber es lag ihnen
zu sehr daran, Panakton zu haben, um Pylos dafür zu be
kommen, und überdies war es der Kriegspartei so eifrig um
die Böotier zu tun, daß sie zu Ende des Winters gegen
Frühlingsanfang das Bündnis wirklich schlossen. Auch wurde
sofort mit der Schleifung von Panakton begonnen. Damit
endete das elfte Kriegsjahr.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.