die Sikelioten unter sich überein, den Krieg einzustellen; jeder
sollte behalten, was er hätte, das Gebiet von Morgantion
jedoch gegen eine an Syrakus zu zahlende Summe an Kamarina
fallen. Die Bundesgenossen der Athener ließen nun deren
Spitzen zu sich kommen und teilten ihnen mit, daß sie unter
sich Frieden schließen wollten, und daß der Friede auch für
sie gelten solle. Da die damit einverstanden waren, wurde
der Friede abgeschlossen, und die Schiffe der Athener fuhren
hierauf von Sizilien wieder ab. Die Feldherren aber wurden
nach der Rückkehr in Athen zur Strafe gezogen, Pythodoros
und Sophokles verbannt und der dritte, Eurymedon, zu einer
Summe Geld verurteilt, weil man meinte, sie hätten Sizilien
sehr wohl unterwerfen können, sich aber bestechen lassen, von
dort abzuziehen. Für so unwiderstehlich hielten sich die Athener
damals in ihrem Glück, daß sie glaubten, nicht nur das Mög
liche, sondern auch das Unmögliche müsse ihnen gelingen, mit
kleinen Mitteln so gut wie mit großen Kräften. DaS kam
davon, daß ihnen nach den überrashcenden Erfolgen, die sie
fast überall gehabt, der Kamm gewaltig geschwollen war.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
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