war, machten sich die Ägineten, die eben mit dem Bau eineS
Festungswerks an der See beschäftigt waren, aus dem Staube
und zogen sich in die etwa zehn Stadien landeinwärts gelegene
obere Stadt zurück, in der sie wohnten. Die Mannschaft eines
lakedämonischen Postens in jener Gegend, die mit an dem
Bau gearbeitet hatte, wollte jedoch ungeachtet der Bitten der
Ägineten nicht mit in die Stadt, auS Furcht, dort eingeschlossen
zu werden, zog sich vielmehr in die Berge zurück, ohne von
dort, da sie sich für zu schwach hielt, etwas Weiteres zu unter
nehmen. Die Athener, die inzwischen gelandet und gleich mit
dem ganzen Heere vorgegangen waren, nahmen Thyrea, steckten
die Stadt in Brand und zerstörten sie bis auf den Grund.
Die Ägineten, soweit sie nicht im Kampfe gefallen waren,
brachten sie nach Athen und ebenso den lakedämonischen Befehls
haber Tantalos, Patroklos' Sohn, der sich in der Stadt befand
und lebend in Gefangenschaft geraten war. Auch aus Kythera
nahmen sie ein paar Leute mit, die der Sicherheit wegen von
der Insel entfernt werden sollten. In Athen beschloß man,
diese auf die Inseln in Gewahrsam zu geben, die übrigen
Kytherer aber auf ihrer Insel zu lassen und ihnen eine Steuer
von vier Talenten aufzuerlegen, die Ägineten dagegen wegen
ihrer von jeher bewiesenen Feindschaft sämtlich hinzurichten,
Tantalos aber zu den Lakedämoniern von der Insel ins Ge
fängnis zu legen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
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