Sturmschritt eindrangen, sogleich nieder, da die Leute eben erst
aus dem Schlaf fuhren und die Waffen anlegten, auch von
der Landung nichts gemerkt, sondern geglaubt hatten, daß die
Schiffe nur wie gewöhnlich ihren nächtlichen Wachdienst ver
sähen. Bei Tagesanbruch wurden dann auch die übrigen
Truppen aus etwas über siebzig Schiffen, mit Ausnahme der
Ruderknechte der untersten Bank, in ihren verschiedenen Waffen
auf der Insel gelandet, und zwar achthundert Bogenschützen,
ebensoviel Peltasten, die messenischen Hilfsvölker und alle,
welche sonst noch bei Pylos standen, soweit sie nicht zur Be
satzung der Festung gehörten. Wie Demotshenes angeordnet,
bildeten sie Abteilungen von mehr oder weniger zweihundert
Mann und besetzten die höchsten Punkte der Jnsel^ damit die
Feinde, von allen Seiten umringt, nicht vor- und rückwärts
könnten und, zwischen zwei Feuer genommen, nicht wüßten,
gegen wen sie sich zu wenden hätten; wenn sie gegen einen
Angriff von vorn vorgingen, sollten sie von hinten, wenn
gegen einen Flankenangriff, von der anderen Seite beschossen
werden. Immer aber, wohin sie sich wendeten, sollten die
Leichten sie im Rücken fassen; denn ihnen, die mit Bogen,
Wurfspeer und Schleuder den Kampf von weitem führten,
war nicht beizukommen, während sie selbst auch fliehend noch
gefährliche Feinde und dem weichenden Gegner beständig auf
den Fersen blieben. So hatte sich Demosthenes den Plan zu
einer Landung schon vorher ausgedacht, und so setzte er ihn
auch ins Werk.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
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