setzten die Lakedämonier ihre Landungsversuche fort, gaben sie
dann aber auf. Am dritten Tage schickten sie einige Schiffe
nach Asine, um von dort Holz zu Maschinen zu holen, mit
Hilfe deren sie den Platz von der Hafenseite, wo die Mauer
zwar hoch, eine Landung aber leichter war, einnehmen zu
können hofften. Unterdessen trafen die athenischen Schiffe von
Zakynthos ein, jetzt fünfzig; denn sie waren durch einige Wacht
schiffe aus Naupaktos und vier chiische Schiffe verstärkt. Als
sie das feste Land und die Insel von Hopliten besetzt und die
Schiffe ruhig im Hafen liegen sahen, fuhren sie, ungewiß, wo
sie landen könnten, zunächst nach Prote, einer nicht weit von
dort entfernten unbewohnten Insel, wo sie die Nacht blieben.
Am folgenden Tage aber gingen sie, klar zum Gefecht, in See,
um den Feinden, wenn sie herauskämen, in offenem Wasser
eine Schlacht zu liefern, andernfalls aber sie ihrerseits im
Hafen anzugreifen. Die kamen indessen nicht heraus, hatten
auch die Hafeneinfahrten nicht gesperrt, wie es ihre Absicht
war, sondern waren noch ruhig am Lande und eben im
Begriff, ihre Schiffe zu bemannen, um, falls man sie an
greifen würde, in dem geräumigen Hafen eine Schlacht anzu
nehmen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.