war und der Herold der Athener, der noch nichts davon
wußte, bald nachher der Toten wegen wiederkam, beschieden
ihn die Böotier nicht wie daS erstemal, sondern gaben die
Toten heraus. Auf seiten der Böotier waren in der Schlacht
nicht ganz fünfhundert gefallen, Athener nahezu tausend, darunter
Hippokrates, ihr Feldherr, dazu eine große Zahl Leichtbewaff
neter und Troßknechte.
Siphai durch Verrat zu nehmen, damals mit der Flotte nicht
gelungen war, mit Akarnaniern, Agraiern und vierhundert
athenischen Hopliten an Bord nach Sikyon und versuchte im
dortigen Gebiete eine Landung. Noch bevor alle Schiffe an
gekommen waren, erschienen jedoch die Sikyoner auf dem
Plan, schlugen die bereits Gelandeten in die Flucht und ver
folgten sie an die Schiffe, wobei sie eine Anzahl töteten,
andere gefangennahmen. Darauf errichteten sie ein Sieges
zeichen und gaben die Toten unter Waffenstillstand heraus.
In den Tagen der Kämpfe bei Delion erlitt auch der Odrysen-
könig Sitalkes auf einem Zuge gegen die Triballer eine
Niederlage und kam dabei ums Leben. Sein Neffe Seuthes,
Sparadokos' Sohn, folgte ihm als König der Odrysen und
seines thrakischen Reichs.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.