Anstalt, von hier oben in das von Perdikkas beherrschte untere
Makedonien einzufallen. Zu den Makedoniern gehörten nämlich
auch die Lyukester und Elimioten und andere Stämme des
Oberlandes, welche ihnen zugetan und untergeben sind, aber
eigene Könige haben. Das heutige Makedonien an der Küste
hatten Alexander, der Vater des Perdikkas, und dessen Vor
fahren, ursprünglich Temeniten aus Argos, zuerst an sich ge
bracht und ihrer Herrschaft unterworfen, indem sie die Pierer
mit Waffengewalt aus Pierieu vertrieben, die sich später jen
seits des Strymon am Pangaion in Phagres und anderen
Orten niederließen, wie denn auch jetzt noch der Landstrich
vom Pangaion abwärts bis an die See der Pierische Grund
heißt. Aus der noch immer Bottiaia genannten Landschaft
aber verdrängten sie die Bottiaier, die jetzt Nachbarn der Chal-
kidier sind. In Päonien erwarben sie am Axios einen schmalen
Strich Landes, der abwärts bis nach Pella und an die See
reicht, und jenseits des Axios bis an den Strymon das Gebiet,
welches Mygdonien genannt wird, aus dem sie die Edoner
vertrieben. Aus der jetzt Eordia heißenden Landschaft ver
drängten sie die Eorder, von denen die meisten umkamen und
nur wenige sich bei Physka wieder ansiedelten, und die Al
moper aus Almopia. Aber auch noch andere Stämme unter
warfen sich diese Makedonier, welche noch jetzt unter ihrer
Herrschaft tsehen, so Anthemus, Grestonia, Bisaltia und viele,
die selbst auch zu den Makedoniern gehören. Alles das heißt
jetzt Makedonien, und darüber war Perdikkas König, als Sital
kes seinen Zug dahin unternahm.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
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