nun den Heerbann auf, und als alles fertig war, setzte er sich
damit nach Makedonien in Marsch, erst durch eigenes Gebiet,
dann durch das wilde Kerkinagebirge auf der Grenze zwischen
Sintern und Päoniern, und zwar auf demselben Wege, den
er dort früher schon auf seinem Feldzuge gegen die Päonier
hatte durch den Wald hauen lassen. Auf dem Zuge aus dem
Odrysenlande über dieses Gebirge hatte sein Heer die Päonier
zur Rechten, die Sinter und Maider zur Linken und gelangte
dann auf der andern Seite nach Doberos in Päonien. Ab
gang an Mannschaft, soweit er nicht etwa durch Krankheit
verursacht war, hatte er unterwegs nicht gehabt; im Gegenteil,
er hatte noch Zuzug erhalten; denn in der Aussicht auf Beute
hatten sich noch viele von den unabhängigen Thrakern frei
willig angeschlossen, so daß das ganze Heer nunmehr mindestens
hundertfunfzigtausend Mann stark gewesen sein soll. Das
meiste davon war Fußvolk, nur ungefähr ein Drittel Reiterei.
Die Reiterei hatten größtenteils die Odrysen gestellt. Unter
dem Fußvolk waren die freien Säbelträger vom Rhodope die
streitbarsten. Das übrige war ein buntes Völkergemisch, haupt
sächlich durch die Menge furchtbar.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.