ihnen schuldig, und es geziemt sich, bei einer solchen Feier
ihrer dankbar zu gedenken. Als alteingesessene, mit dem väter
lichen Boden von jeher festverwachsene Bevölkerung dieses
Landes haben sie dessen Freiheit von Geschlecht zu Geschlecht
bewahrt und auf uns vererbt. Haben schon unsere Altvorderen
Anspruch aus unseren Dank, so vollends unsere Väter. Denn
sie haben zu dem altererbten Besitz noch das weite Reich, das
jetzt unser ist, hinzuerworben und uns hinterlassen. Wir selbst
aber, das jetzige Geschlecht, haben es dann freilich noch weiter
vermehrt und die Stadt mit allem, was sie für Krieg und
Frieden bedarf, überreichlich ausgestattet. Von den Helden
taten, denen wir unsere heutige Machtstellung verdanken, und
von der Tapferkeit, die wir selbst und unsere Väter in den
Kämpfen mit Barbaren oder Hellenen bei jeder Gelegenheit
bewiesen haben, will ich nicht weiter reden; es sind das ja
euch allen genügend bekannte Dinge. Wohl aber will ich euch,
bevor ich mich zur Ehrung unserer Toten wende, ein Wort
über den Geist unseres StaatSwesens und der Einrichtungen
sagen, worauf die Größe Athens beruht. Denn ich glaube,
daß ein Wort darüber bei dieser Gelegenheit nicht unangebracht
ist, und daß allen Anwesenden hier, Einheimischen und Fremden,
damit gedient sein wird.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.