und schickte nun zunächst den Spartaner Melesippos, Dia
kritos' Sohn, nach Athen, um zu sehen, ob man dort jetzt
nicht schon eher mit sich handeln ließe, nachdem man sich über
zeugt, daß das feindliche Heer bereits unterwegs war. Die
Athener aber ließen ihn gar nicht in die Stadt und vor dem
Volke auftreten; denn schon vorher hatte Perikles den Antrag
durchgesetzt, daß weder ein Herold noch eine Gesandtschaft der
Lakedämonier aus dem Felde angenommen werden sollte. Sie
schickten ihn also, ohne ihn zu hören, wieder weg mit dem
Befehl, noch an demselben Tage wieder über die Grenze zu
sein und den Lakedämoniern zu sagen, wenn sie sonst was
wollten, möchten sie erst wieder nach Hause gehen, ehe sie
Gesandte schickten. Und damit er unterwegs mit niemand in
Berührung käme, gaben sie ihm einige Leute zum Geleit mit.
Als er an die Grenze gelangt und im Begriff war, sich von
seinen Begleitern zu trennen, sagte er beim Abschied: „Dieser
Tag wird für Griechenland der Anfang großen Herzeleids sein."
Als er ins Lager zurückgekehrt war und Archidamos einsah,
daß die Athener auf keinen Fall nachgeben würden, brach er
unverzüglich mit dem Heere auf und rückte ihnen ins Land.
Auch die Böotier ließen ihr Kontingent und ihre Reiterei zu
den Peloponnesiern stoßen; mit ihren übrigen Truppen zogen
sie nach Platää und verheerten das Land.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
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