und sandte zuerst den Melesippos, des Diakritos Sohn, einen
spartanischen Bürger, nach Athen, ob vielleicht jetzt die Athener gelindere
Saiten aufzögen, da sie den Feind im Anzüge sahen. Diese aber
ließen ihn weder in die Stadt, noch durfte er öffentlich auftreten;
den schon war ein Antrag des .Perikles durchgegangen, von Seiten
der Lakedämonier, wenn sie einmal im Felde stünden, weder mehr
einen Herold noch eine Gesandtschaft anzunehmen. Sie schickten ihn
also ungehört zurück und schärften ihm ein, noch am selben Tags ihre
Gränze hinter den Rücken zu nehmen, und wollten die Lakedämonier
jemals wieder eine Gesandtschaft schicken, so möchten sie zuvor erst
auf ihren eigenen Grund und Boden zurückgehen. Damit er mit
Niemanden zu reden komme, gaben sie dem Melesippos einige Männer
zum Geleite. Da dieser auf der Gränze angekommen war und sich
verabschieden wollte, sprach er nur die Worte: „Dieser Tag wird für
die Hellenen großen Uebels Anfang sein," und ging damit seiner Wege.
Als er aber in's Lager gekommen war, und Archidamos sah, daß die
Athener in Nichts nachgeben würden, so brach er auf und ließ das
Heer auf Jener Gebiet rücken. Die Böotier hatten ihren Truppen-
antheil und ihre Reiter zu den Peloponnesiern stoßen lassen, mit ihrer
übrigen Macht zogen sie vor Platäa und verwüsteten das Land.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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