Leukimme auf Kerkyra ein Siegeszeichen und töteten alle ihnen
in die Hände gefallenen Feinde bis auf die Korinther, die sie
zu Gefangenen machten. Da die Korinther und ihre Verbün
deten nach ihrer Niederlage wieder nach Hause gefahren waren,
beherrschten die Kerkyräer von nun an alle Gewässer in der
Runde. Sie fuhren nach Leukas, der korinthischen Kolonie,
und verheerten das Land und steckten Kyllene, die Hafenstadt
der Euer, in Brand, weil diese die Korinther mit Schiffen
und Geld unterstützt hatten. Auch blieben sie nach der Schlacht
noch längere Zeit Herren der See und fügten mit ihren Schiffen
den Bundesgenossen der Korinther viel Schaden zu, bis dann
die Korinther angesichts der Leiden ihrer Bundesgenossen Schiffe
und Truppen aussandten, die sich bei Aktion und am thespro
tischen Vorgebirge Cheimerion lagerten, um Leukas und die
übrigen ihnen befreundeten Orte zu schützen. Die Kerkyräer
aber nahmen ihnen gegenüber mit Heer und Flotte Stellung
bei Leukimme. Zu einem Angriff kam es jedoch von keiner
Seite. Den ganzen Sommer standen sie sich einander gegen
über und gingen dann bei Eintritt des Winters wieder nach
Hause.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.