Grunde von der Schuld des Pausanias schon überzeugt, wünschten
aber aus dessen eigenem Munde zunächst auch selbst etwas zu
hören. Auf ihre Veranlassung begab sich der Mensch als
Schutzflehender nach Tainaron, ließ sich dort eine Hütte mit
einer Scheidewand darin bauen und ein paar Ephoren sich da
hinter verstecken. Und hier konnten sie nun, als Pausanias
ihn dort aufsuchte und nach dem Grunde seiner Flucht fragte,
alles deutlich mit anhören. Wie der Mensch ihm vorhielt, was
er seinetwegen in den Brief geschrieben, und alles Punkt für
Punkt mit ihm durchging, - daß er ihn, wo immer er sich
in den Verhandlungen mit dem Könige seiner Hilfe bedient,
niemals bloßgestellt oder in Ungelegenheit gebracht habe und
nun zum Lohn dafür wie alle seine anderen Boten obendrein
die Ehre haben solle, getötet zu werden, - und wie Pausanias
das alles zugab und ihn bat, ihm deshalb jetzt nicht weiter böse
zu sein, auch sich dafür verbürgte, daß er sich ohne Gefahr
aus dem Heiligtum entfernen könne, und ihn schließlich auf
forderte, schleunigst abzureisen, damit die Verhandlungen nicht
ins Stocken kämen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.