lich einen Ausfall; sie übersielen das ungeschützte Schiffslager,
bohrten die Wachtschiffe in den Grund und schlugen die gegen
sie vorgeführten Schiffe in die Flucht. Dadurch wurden sie
auf etwa vierzehn Tage Herren ihrer heimischen Gewässer
und konnten ein- und ausführen, was sie wollten. Als aber
Perikles zurückkam, wurden sie durch die Flotte von neuem
eingeschlossen. Auch erhielten die Athener später noch weitere
Verstärkungen, aus Athen vierzig Schiffe unter Thukydides,
Hagnon und Phormion und zwanzig unter Tlepolemos und
Antikles und außerdem aus Chios und Lesbos noch dreißig.
Die Samier ließen sich zwar nochmal auf ein kleines See
gefecht ein, konnten sich dann aber nicht länger halten und
ergaben sich im neunten Monat der Belagerung. Sie mußten
sich dazu verstehen, ihre Mauern niederzureißen, Geiseln zu
geben und die Schiffe auszuliefern, auch die Kriegskosten zu
übernehmen und in bestimmten Terminen zu bezahlen. Auch
die Byzanzer verstanden sich dazu, wie bisher im athenischen
Untertanenverbande zu bleiben.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.