Nachricht erhielten, fuhren mit sämmtlichen Schiffen gegen Syme
auS, machten aber keinen Angriff auf die Flotte in Knidos, wie auch
diese nicht auf sie, sondern nahmen nur das Schiffsgeräthe^) auf
Syme weg, machten einen Angriff auf Bryma am Festland und
segelten dann wieder nach Samos zurück.
wieder in guten Stand, wo Ausbesserung nöthig geworden war, und
die Eilsmänner der Lakedämonier verhandelten unterdessen mit
TissapherneS, — denn dieser war angekommen — sowohl über das bereits
Geschehene, .falls ihnen etwas nicht gefiel, als auch über die weitere
Kriegführung, auf welche Weise nämlich dieselbe für beide Theile
auf's'Beste und Vortheilhafteste eingerichtet werden könnte. Vor
Allen war es Lichas, der das Geschehene scharf in's Auge faßte und 1
auch erklärte, daß keiner der beiden Verträge, weder der des Chalki 2
deus, noch der des Theramenesj.aufweine.'ihrer Ehre entsprechende
Weise "abgefaßt sei; vielmehr sei es sehr bedenklich, wenn der König
den Anspruch erhebe, auch jetzt noch über, all das Land zu herrschen,
über welches er und. seine Vorfahren früher einmal geherrscht hätten.
Denn darin liege, daß auch sämmtliche Inseln und Thessalien und die
Lokrer und das Land bis zu den Böotern hin^) wiederum'der
Knechtschaft verfallen sollten,- und auf diese Weise würden die
Lakedämonier den Hellenen, anstatt der Freiheit,'die Medische Herrschaft
bringen. Er verlangte demnach, daß andere verbesserte Verträge
abgeschlossen, oder wenigstens die bestehenden außer Kraft gesetzt würden;
und auch eines Unterhaltes auf solche Bedingungen hin bedürften sie
durchaus nicht. Tissaphernes aber ward darüber unwillig und reiste
erzürnt ab, ohne daß es zu einer Vereinbarung gekommen wäre..
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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