Strombichides bis nach Samos verfolgt hatten, nahmen die Matrosen aus
ihren peloponnesischen Schiffen, gaben ihnen schwere Bewaffnung und
ließen sie in Chios zurück ^); ihre Schiffe bemannten sie dafür, mit
Chiern, und noch zwanzig andere dazu, und segelten gegen Milet:
um die Stadt zum Abfall zu bewegen. Alkibiades nämlich, der mit
den Stadtvorstehern von Milet befreundet war, wollte'den vom
Pelöponnes abgegangenen Schiffen zuvorkommen und die Stadt selber
zum Beitritt bewegen, um für die Chiet'und sich selbst und den Chal 1 2
kideus und zugleich auch für den Endlos, der ihn abgeschickt hatte,
seinem Versprechen gemäß, den Ruhm , zu gewinnen ^ eine möglichst
große Zahl von Städten mit der Macht der Chier und des, Chalki?
deuS zum Abfall von den Athenern gebracht zu haben. Ohne bez
merkt zu werden, legten sie den größeren Theil der Fahrt zurück und
kamen um ein Kurzes dem Strombichides und Thrasykles zuvor,
welcher eben von Athen aus mit zwölf Schiffen erschienen war und
mit jenem die Verfolgung antrat, und brachten so Milet zum Abfall.
Die Athener mit neunzehn Schiffen kamen ihnen dicht aus der
Ferse nach; als aber die Milesier sie nicht aufnahmen, so gingen sie
bei der nahliegenden Insel Lade vor Anker. Sogleich nach dem
Abfall Milets kam durch Vermittelung des TissapherneS und des
ChalkideuS der erste Bundesvertrag zwischen dem Perscrkönig und den
Lakedämoniern zu Stande. Derselbe lautete: , .
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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