überschiffte, und ihr folgten die Lastschiffe, welche die nöthigen
Bedürfnisse mitführten, und zwar dreißig mit Getreide beladen und mit
den. Bäckern und Steinmetzen und Zimmerleuten und den übrigen
Handwerkern, die zum Bau der Schanzen von Nutzen sind; dazu
kamen noch hundert Fahrzeuge, von Staatswegen zur Begleitung
der Lastschiffe gepreßt, und noch viele andere Fahrzeuge und Lastschiffe,
die des Handels wegen dem Heereszug freiwillig folgten. Alle diese 1
Schiffe fuhren damals von Kerkyra aus über den Ionischen Meer- 2
busen. Die ganze Flotte hielt auf das Japygische Vorgebirg zu und
dann auf Tarent, und wie grade die einzelnen Schiffe es
bewerkstelligen konnten; und so fuhren sie an der Italischen Küste hin, in-«
dem die dortigen Städte sie weder zum Markt, noch in ihre Mauern
zuließen, wohl aber das Ankern und Wasserholen gestatteten,—
Tarent und Lokri aber nicht einmal dieß —, bis sie nach Rhegion
gelangten, an der Spitze von Italien. Hier vereinigten sich alle
wieder, und da die Stadt sie nicht aufnahm, so schlugen sie
außerhalb derselben ein Lager beim Heiligthum der Artemis, wo man
ihnen auch einen Markt gewährte; die Schiffe zogen sie an's Land
und ruhten aus. Mit den Rheginern knüpften sie Unterhandlungen
an und ließen ihnen sagen, als Chalkidier sollten sie eigentlich den
Chalkidischen Leontinern Hülfe leisten. Diese aber antworteten, sie
wollten es mit keinem von beiden Theilen halten, sondern was die
übrigen Jtalioten gemeinsam beschließen würden, das wollten auch
sie thun. Die Athener aber überlegten jetzt, wie sie sich in Bezug
auf die Verhältnisse in Sieilien am besten benehmen würden, und
warteten, bis die vorausgeschickten Schiffe von Egesta zurückkämen,
denn sie wollten auch wissen, wie sie in Betreff der Geldsummen daran
seien, von denen die Gesandten zu Athen geredet hatten.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.