mauer ausgehend, den jähen Felsabhang oberhalb des Sumpfes,
welcher auf dieser Seite von Epipolä gegen den großen Hasen
hinschaut, und von wo aus sie ihre Einschließungsmauer abwärts durch
die Ebene und den Sumpf 9") bis zum Hafen in der kürzesten Linie
ziehen konnten. Aber auch die Syrakusaner zogen jetzt wieder aus
und errichteten auch ihrerseits wieder ein Pfahlwerk, von ihrer Stadt
anfangend mitten durch den Sumpf durch; und zugleich zogen sie
einen Parallelgraben daneben, damit die Athener ihre
Einschließungsmauer nicht bis zum Meer hinabführen könnten. Diese hingegen,
als sie die Befestigung an dem Felsabhang vollendet hatten, machten
wieder einen Angriff auf das Pfahlwerk und den Graben der
Syrakusaner, nachdem sie den Schiffen befohlen hatten, von der
Halbinsel Thapsos aus in den großen Hafen der Syrakusaner
herumzusegeln. Sie selbst rückten beim Morgengrauen von Epipolä in die
Ebene hinab und überschritten den Sumpf, da, wo der Boden mehr
lehmig und etwas fester war, indem sie Thüren und breite Bretter
überlegten. Mit Sonnenaufgang nahmen sie das Pfahlwerk, ein
kleines Stück ausgenommen, und den Traben, und später auch den
übrigen Theil. Auch kam es zum Gefecht, und es siegten dabei die
Athener, wonach die Syrakusier des rechten Flügels gegen die Stadt
hin flohen, die vom linken aber längs dem Fluß hin. Diese
letzteren nun wollten die dreihundert athenischen Auserlesenen
abschneiden, damit sie den Fluß nicht überschreiten könnten, und rückten
deßhalb im Laufschritt gegen die Brücke. Dadurch wären die
Syrakusaner, bei denen hier auch der größte Theil ihrer Reiterei war,
in große Gefahr gerathen, sie rückten also den Dreihundert entgegen,
trieben sie in die Flucht und brachen selbst in den rechten Flügel der
Athener ein, so daß bei diesem Anprall auch die erste Abtheilung
dieses Flügels mit in die Flucht gerissen wurde. Da dieß Lamachos
sah, eilte er von seinem linken Flügel mit wenigen Bogenschützen zur
Hülfe herbei, indem er auch die Argiver an sich nahm; als er aber
einen Graben überschreiten wollte, wurde er mit einigen wenigen
Begleitern allein gelassen, und dabei fiel er mit fünf oder sechs von 2 3
denen, die mit ihm waren. Diese nahmen die Syrakusaner noch
rasch an sich und brachten sie jenseits des Flusses in Sicherheit und
zogen sich dann selbst zurück, da jetzt auch die übrige Macht der
Athener anrückte.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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