haß die Athener darum merkten, aus dem Seewege drei Hundert
Mann unter Anführung des Agefippidas als Besatzung nach
Epidauros. Da schickten die Argiver nach Athen und führten Beschwerde,
es sei ja im Vertrage bestimmt, daß kein Theil Feinden den
Durchzug durch sein Gebiet erlauben dürfe, und doch hätten sie jenen die
Seefahrt gestattet; wenn nun die Athener nicht die Messenier und
Heloten zum Schaden der Lakedämonier nach Pylos brächten, so
würden sie selbst glauben Unrecht erlitten zu haben. Die Athener
nun, überredet von Alkibiades, schrieben auf die Lakonische Säule
unten an:^ „Die Lakedämonier haben die Eide nicht gehalten", und
brachten auch die Heloten von Krania nach Pylos um
Plünderungszüge zu unternehmen, sonst aber verhielten sie sich ruhig.
Epidauriern fort, zu einer förmlichen Schlacht aber kam es nicht,
sondern eS wurden nur Hinterhalte gelegt und Ueberfälle veranstaltet,
bei welchen, wie eS sich gerade traf, von beiden Seiten Einige sielen.
nen die Argiver mit Sturmleitern vor Epidauros, in der Meinung
die Stadt mit Gewalt nehmen zu können, da sie des Krieges wegen 2
von Vertheidigern entblößt, sei; sie mußten aber unverrichteter Dinge 3
wieder abziehen.- So. ging der Winter zu Ende und mit ihm das
dreizehnte Jahr dieses Krieges.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.