Thucydides History of the Peloponnesian War 5.32

Adolf Wahrmund (Translator)

History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.

Sponsored by University of Leipzig.

Funding provided by European Social Fund Saxony.

Current edition First1KGreek

Geschichte des Peloponnesischen Kriegs (German) (Thucydides. Geschichte des Peloponnesischen Kriegs. Wahrmund, Adolf, translator. Stuttgart: Krais and Hoffmann, 1864.)

Editions (1)
Ἱστορίαι Perseus (Thucydides. Historiae, Vol 1-2. Jones, Henry Stuart, editor. Oxford: Oxford University Press, 1910. (1942 printing).) — 5.32.1 focus
Translations (9)
The History of the Grecian War Perseus (Thucydides. The English works of Thomas Hobbes of Malmesbury. Hobbes, Thomas. translator. London: John Bohn, 1843.) — 5.32.1 focus
History of the Peloponnesian War Perseus (Thucydides. History of the Peloponnesian War. Crawley, Richard, translator. London and Toronto: J. M. Dent and Sons Ltd.; New York: E. P. Dutton and Co., 1914.) — 5.32.1 focus
Geschichte des Peloponnesischen Kriegs First1KGreek (Thucydides. Geschichte des Peloponnesischen Kriegs. Braun, Theodor, translator. Leipzig: Insel-Verlag, 1917.) — 5.32 focus
Histoire de la Guerre du Péloponèse First1KGreek (Thucydides. Histoire de la Guerre du Péloponnése, Vol. 1-2. Zévort, Marie Charles, translator. Paris: Charpentier, 1852.) — 5.32 focus
Histoire de la Guerre du Péloponnése First1KGreek (Thucydides. Histoire de la Guerre du Péloponnése. Bétant, Élie-Ami, translator. Paris: Librairie de L. Hachette, 1863.) — 5.32 focus
History of the Peloponnesian War First1KGreek (Thucydides, Vol. 1-4. Smith, Charles Foster, translator. London and Cambridge, MA: Heinemann and Harvard University Press, 1919-1923.) — 5.32.1 focus
History of the Peloponnesian War First1KGreek (Thucydides. The history of the Peloponnesian War, Volume 1-2. Dale, Henry, translator. London: Heinemann and Henry G. Bohn, 1851-1852.) — 5.32.1 focus
Historia Belli Peloponnesiaci First1KGreek (Historia Belli Peloponnesiaci. Haase, Friedrich, translator. Paris: Firmin Didot, 1869.) — 5.32.1 focus
La storia di Tucidide First1KGreek (Thucydides. Della storia di Tucidide volgarizzata libri otto. Anonymous translator. Florence: Tipografia Galileiana, 1835.) — 5.32 focus

Notes on the current edition

History of the Peloponnesian War

1. 30) In Argos regierte früher ein Rath von achtzig Männern, an deren Spitze
die sogenannten Artynen standen. Nach der Niederlage bei TirynS, welche ihnen
52i der Spartaner KleomeneS beibrachte, fielen abhängige Städte wie Kleonä.
Orneä, Midra ab, und in der Hauptstadt selbst gewannen die Gymnesioi, Hörige
oder Sklaven, die Oberhand, da die Mehrzahl der Bürger gefallen war. Erst das
herangewachsene Geschlecht der Nachkömmlinge der von KleomeneS Getödteten trieb die
Gymnesioi aus und bezwang sie dann in Tiryns. wohin sie sich gezogen hatten. Da
aber die Bürgerzahl zu gering war, so wurden die abgefallenen Orte einzeln
angegriffen und die Besiegten nach Argos verpflanzt, wo sie gleiches Bürgerrecht mit den
Altburgern erhielten. Durch diese Einbürgerung der Perivken gewann das
demokratische Element die Ueberhand, und neben den Rath der Achtzig trat noch ein
weiterer Rath, Bau, .etwa Bürgerrepräsentanten, eine Art kontrolirendes Collegium."
(Wachsmuth.)
2. 421
v.
Chr.
3. 31) In dieser Aufforderung des Orakels, eine mit Härte ausgetriebene hellenische
Bevölkerung ihrer Heimath wiederzugeben, könnte man ein Beispiel sehen, wie dasselbe
seinen Einfluß im Sinne der Menschlichkeit und der nationalen Wohlfahrt benutzte.
Doch gehen in der Beurtheilung der Wirksamkeit dieser heiligen Institute die
Meinungen sehr weit auseinander. K. F. Hermann: «Wenn ja von absichtlichen
Tänschungen die Rede fein kann, so trifft dieß jedenfalls nur die Mittelspersonen und Priester,
die aber auch dafür andererseits durch die große Weisheit entschädigten, mit welcher sie
wenigstens in Griechenlands klassischer Zeit die Auktontät ihres Gottes zu staatskluger
und konsequenter Leitung der öffentlichen und gottesdienstlicheu Angelegenheiten des
ganzen Volks benutzten. Namentlich gilt dieß von dem pythischen Orakel zu Delphi.'
Ganz anders Wachsmuth: „Den hellenischen Völkern erschien die Gemeinschastlichkeit
des Orakels durchaus nicht als etwas, das auf Eintracht zurückwirken müsse; in
ihren Anfragen drückt sich selten Anderes als Egoismus aus; es war. wie wenn von
einem Gemeindeacker Freund und Feind zusammen Frucht holen und dabei streben,
einander möglichst zu übcrvortheilen. Die Aussprüche des Orakels waren durch
Unklarheit des Ausdrucks und verfängliche Geschrobenheit eben sowohl geeignet, allerlei
unredliches Dichten und Trachten entweder in dem Sinne des Fragenden zu nähren, oder
bei der Ausführung zu rechtfertigen, als untauglich, sichere Leitung des Handelns für
Einzelne und für Staaten zu sein. Noch weniger aber konnte und wollte das Orakel
einen zusammenhängenden Einfluß auf die Angelegenheiten der hellenischen Staaten für
sich und unter einander üben. — Dem Orakel zu Olympia gereicht es zum Lobe, daß
es über Kriege der Hellenen mit Hellenen keinen Spruch that; das delphische Orakel
dagegen bewies nicht nur immersort dazu sich willfährig, sondern zugleich durch die
trügerische Hülle zweideutiger Worte, daß es nur ans seinen Vortheil bedacht sei. auf
seine Sicherstellung bei jeglichem Erfolg; oder es verrieth sichtbar einseitige Gunst, und —
schmählich genug — diese konnte auch durch Gold gewonnen werden.' — Die Wahrheit
liegt in der Mitte; es kann doch nur immer aus die betreffenden Personen angekommen
sein. — Was diesen Fall betrifft, so ist wohl gewiß, daß die Athener die Delier
wegen Hinneigung zu Sparta ausgetrieben hatten. Welche Pläne Perikles mit Delos
harte, ist schon gesagt (Buch III. Anm. SO). Es ist also glaublich, daß die Spartaner
einen Spruch zu Gunsten der Delier erwirkten. Daß die Spartaner selbst das Orakel
für bestechlich hielten, zeigt weiter oben die Geschichte des Pleistoanar, V, 16.
4. 32) Vergl. IV, 134. Anm.
5. 421
v.
Chr.