der Entfernung; als aber die Lakedämonier, wo sie angegriffen
wurden, nicht mehr scharf ausfallen konnten, und die leichten Truppen
sahen, daß sie schon schwerfälliger zur Abwehr würden, auch
besonders aus dem Anblick ihrer vielfach überlegenen Zahl Muth schöpften
und sich schon mehr an den Anblick jener gewöhnt hatten, so daß sie
ihnen nicht mehr so furchtbar erschienen — zumal ihnen auch nicht
von jenen begegnet worden war, wie sie erwartet hatten, als sie noch
eben erst bei der Landung durch die bloße Vorstellung, daß sie gegen
Lakedämonier kämpfen sollten, in Schrecken und Verwirrung gesetzt 1
waren, — so fingen sie an, jene zu verachten, erhoben ein Geichre, i
und stürmten in Masse aus sie ein, Steine, Pfeile oder Wurfspieße
schleudernd, wie sie gerade ein Jeder bei der Hand hatte. Da nun
mit dem Angriff zugleich das Schlachtgeschrei ertönte, fiel Furcht die
Leute an, die solcher Kampsart ungewohnt waren, und in dichten
Wolken stieg die Asche des kürzlich niedergebrannten Waldes auf,
und es war unmöglich, etwas vor Augen zu sehen vor der Menge der
Geschosse und Steine, die von der großen Menshcenmasse geschleudert
wurden, und dem Staube, der emporwirbelte. Jetzt wurde den
Lakedämoniern heiß, denn ihre Panzer schützten nicht mehr vor den
Pfeilen, und die Wurfspeere brachen darin ab, wenn Einer getroffen
wurde, und sie wußten sich gar nicht mehr zu helfen, da ihnen die
Aussicht benommen war und sie vor dem lauteren Geschrei der Feinde
die eigenen Kommandoworte nicht vernehmen konnten. Von allen
Seiten umringte sie die Gefahr, und sie sahen keine Hoffnung mehr,
sich irgendwie durch Abwehr zu retten.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
Sponsored by University of Leipzig.
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