Athener dreißig Schiffe nach dem Peloponnes unter dem Befehle des
Asopios, des Sohnes Phormio's, denn die Akarnaner hatten sie
gebeten , ihnen entweder einen Sohn oder einen Verwandten des
Phormio 6) als Feldherrn zu schicken. Diese Schiffe kreuzten eine Zeit lang
und verwüsteten die Küste Lakonika's, dann schickte Asopios die
Mehrzahl derselben wieder nach Hause zurück, er selbst aber ging mit
zwölfen nach Naupaktos. Darauf rief er das gefammte Volk der
Akarnaner unter die Waffen und zog gegen Oeniadä, indem er mit den
Schiffen den Acheloos befuhr, während die übrigen Truppen das Land
verwüsteten. Da sich aber jene nicht ergaben, so entließ er das Landheer;
er selbst segelte gen Leukas, und unternahm eine Landung auf Nerikon,
wurde aber auf dem Rückzüge von dem zu Hülfe eilenden Landvolke
und den wenigen Besatzungstruppen sammt einem Theile seines Heeres
niedergehauen. Später holten die Athener, nachdem sie sich mit ihren
Schiffen von der Küste entfernt hatten, unter dem Schutze eines
Vertrags ihre Todten von den Leukadiern ab.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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