Sitalkes, des Teres Sohn, der Odrysier, zu Felde gegen den
Makedonierkönig Perdikkas, den Sohn Alexanders, und zugleich gegen die
Chalkidier an der thrakischen Gränze; und dies that er sowohl um
die Erfüllung einer ihm gemachten Zusage zu erzwingen, als auch um
ein Versprechen zu erfüllen, das er selbst gegeben hatte. Denn
Perdikkas hatte ihm eine Verheißung gemacht für den Fall, daß er ihn,
der zu Anfang des Kriegs in Bedrängniß war, mit den Athenern
aussöhne und seinen ihm feindlich gesinnten Bruder Philipp nicht als
König in's Land zurückführe. Was er aber damals versprochen,
hatte er nicht gehalten. Gegen die Athener anderseits hatte er bei
Schließung des Bündnisses mit ihnen sich anheischig gemacht, den
Chalkidischen Krieg an der thrakischen Gränze zu Ende zu bringen.
Aus beiden Ursachen also unternahm er diesen Zug und führte
Philipp's Sohn Amyntas mit sich, um ihm die Herrschaft über die
Makedonier zu vershcaffen. Auch die athenischen Gesandten, die eben dieser
Angelegenheit wegen bei ihm waren, und der Feldherr Hagnon
begleiteten ihn. Denn auch die Athener sollten mit Schissen und möglichst
viel Landtruppen gegen die Chalkidier mitwirken.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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