das für wahr hält, was ich nach den angeführten Beweisgründen
mitgetheilt habe, und weder dem mehr Glauben schenkt, was die Dichter
in's Großartige ausschmückend davon gesungen haben, noch auch dem,
was die Sagenschreiber 5 9) darüber aufgezeichnet, mehr mit Rücksicht
auf das der Einbildungskrast Schmeichelnde als aus die Wahrheit,
Unerweisliches nämlich und unter dem Einfluß der Zeit in's
Unglaubliche und Fabelhafte Umgebildetes; er soll vielmehr glauben, daß
mein Befund den glaubwürdigsten Zeugnissen entspreche und so treu
sei, wie es bei Dingen aus so alter Zeit eben möglich ist. Was aber
den hier erzählten Krieg selbst betrifft, so wird man finden, daß er
sich durch die Thatsachen selbst als viel bedeutender erweist als alle
früher geführten, obwohl die Menschen immer den für den wichtigsten
ansehen, in welchem sie gerade begriffen sind, nach seiner Beendigung
aber wieder zur Bewunderung des Alten zurückkehren.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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