„Ich wiederhole es euch, obgleich ihr eS selbst schon wisset,
daß der treffliche Zustand der Flottenmannschaft nicht von langer
Dauer war, und es find jetzt nur Wenige unter der Bemannung, die
es verstehen, ein Fahrzeug in Bewegung zu setzen und das Rudern
in Ordnung zu halten. Von dem Allem aber das Schlimmste ist,
daß ich, der Feldherr, kein Mittel habe, dem zu wehren, und daß
wir keine Quellen haben, um unsere Schiffsbemannung zu ergänzen,
wozu unsern Feinden viele Wege offen stehen; sondern nothgedrungen
muß das, was wir mitgebracht haben, sowohl die Erfordernisse des
Augenblicks bestreiten, als auch zur Ergänzung der Verluste dienen;
denn die jetzt mit uns verbündeten Städte, Naxos und Katana,
haben keine Mittel. Sollte sich aber auch noch das Eine zu Gunsten
unserer Gegner wenden, daß die Gegenden Italiens, welche uns
nähren, — wenn sie sehen, wie es um uns steht, und daß ihr keine Hülfe
schicket — zu jenen übertreten, so find wir durch Einschließung zur
Uebergabe gezwungen, und der Krieg ist ohne weiteren
Schwertstreich aus."
„Ich hätte euch zwar angenehmere Dinge, als diese, melden
können, nützlichere jedoch nicht, sosern ihr bei genauer Kenntniß der
hiesigen Lage eure Entschlüsse fassen wollt. Und da ich eure Art
und Weise recht gut kenne, daß ihr nämlich immer das Angenehmste
hören wollt, hinterdrein aber mit Anklagen kommt, wenn die Sache
nicht nach Erwarten ausgeht, so hielt ich es für gerathener, die
Wahrheit darzulegen."