Nun wurde gemeldet, daß Kamarina vom Archias und seiner
Partei an die Syrakusaner verrathen werde, und die Athener
schifften dorthin; zu gleicher Zeit zogen die Messenier mit ihrer
Gefammtmacht zu Lande und zugleich mit den Schiffen gegen das Chalkidische
Naxos zu Felde, das an ihr Gebiet anstieß. Am ersten Tage
mm trieben sie die Naxier hinter ihre Mauern zurück und verwüsteten
ihnen das Land, am folgenden Tage aber segelten sie mit den Schiffen
um die Landspitze und verheerten das Land am Flusse Akesines; mit
dem Landheer aber machten sie einen Einfall nahe gegen die Stadt
hin. Da aber stiegen zur Abwehr die Sikuler in großer Zahl von
den Höhen herab und fielen über die Messenier her. Als das die
Naxier sahenso ermannten sie sich und sprachen sich einander Muth
zu, daß die Leontiner und andere hellenische Bundesgenossen ihnen
zu Hülfe heranzögen, sielen plötzlich aus der Stadt und griffen die
Messenier an, schlugen sie in die Flucht und tödteten ihrer mehr als
Tausend; die Andern retteten sich nur mit Mühe nach Hause, denn
auch die Barbaren überfielen sie auf den Straßen und hieben die
Meisten nieder. Auch die Schiffe, die vor Messana lagen, zerstreuten
sich danach, ein Jeder in seine Heimath. Da zogen nun allsogleich
die Leontiner und ihre Bundesgenossen mit den Athenern gegen das
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bedrängte Messana heran, und die Athener griffen mit ihren Schiffen an
und machten einen Versuch gegen den Hafen, das Landheer aber gegen
die Stadt. Die Messenier nun und etliche Lokrer unter Demoteles,
die nach jenem Unfall als Besatzung zurückgelassen worden waren,
machten einen Ausfall, griffen unvermuthet jene an und schlugen den
Haupttheil des Leontinischen Heeres in die Flucht und tödteten viele.
Da die Athener dieß sahen, kamen sie von ihren Schiffen zur Hülfe
herbei und trieben die Messenier wieder in die Stadt zurück, da sie
dieselben in Unordnung überrascht hatten. Dann stellten sie ein
Siegeszeichen auf und gingen nach Rhegium zurück. Danach setzten die
Hellenen auf Sicilien ohne die Athener den Krieg zu Lande gegen
einander fort.