Da nun die Feldherrn den Vorschlag annahmen, so wurde
ein Waffenstillstand auf folgende Bedingungen geschlossen: die
Lakedämonier sollten die Schiffe, mit welchen sie die Seeschlacht geliefert,
und auch sämmtliche andere Kriegsschiffe, die in Lakonika vorhanden
seien, den Athenern ausliefern und sie selbst nach Pylos bringen; die
Verschanznng dürften sie weder von der Land-, noch von der Seefeite
angreifen. Die Athener ihrerseits sollten gestatten, daß die
Lakedämonier vom Festland ihren Leuten auf der Insel ein bestimmtes und
schon zu Brod verbackenes Getreidemaß hinübershcickten, für den Mann
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zwei attische Ehömken Mehl, zwei Kotylen Wein und die Fleisch-,
ration, und für einen Diener die Hälfte. Das aber sollten sie unter
den Augen der Athener einführen, und kein Schiff sollte heimlich
einlaufen dürfen. Unterdessen sollten gleichwohl die Athener die Insel
überwachen, jedoch nicht auf ihr landen und das Heer der
Peloponnesier weder zu Land, noch zu Wasser angreifen. Wenn Einer von
beiden Theilen eine dieser Satzungen auch nur im Geringsten übertrete,
so solle der Waffenstillstand als gebrochen angesehen werden; sonst
aber solle er gelten, bis die lakedämonischen Gesandten von Athen
wieder zurück gekommen seien. Hin und zurückbringen sollten
dieselben aber die Athener auf einem ihrer Dreiruderer. Wären sie
wieder zurück, so sollte der Waffenstillstand abgelaufen sein, und die
Athener die Schiffe wieder zurückgeben, in gleichem Stande, wie sie
dieselben übernommen. Auf diese Bedingungen hin kam die Waffenruhe
zu Stand, die Schiffe, ungefähr sechzig an der Zahl, wurden
übergeben, und die Gesandten reisten ab. Angekommen zu Athen, sprachen
sie, wie folgt: