„Ihr müßt euch also auf der Stelle entschließen, ob ihr
euch fügen wollt, noch ehe ihr zu Schaden gekommen seid, oder ob
wir Krieg führen sollen — was ich für das Beste halte — und um
keiner Ursache willen nachgeben, sei sie nun groß oder klein, sondern
furchtlos unseren Besitz vertheidigen. Denn die kleinsten wie die
größten Forderungen, die Einer vor richterlicher Entscheidung seines
Gleichen anmuthet, haben gleicherweise in ihrem Gefolge die Knechtschaft.
Daß wir aber für den Krieg und in den beiderseitigen Hilfsmitteln
nicht die Schwächeren find, das sollt ihr nun im Einzelnen erfahren,
wenn ihr zuhört. Die Peloponnesier sind Handarbeiter^), und
weder die Einzelnen, noch die Gesammtheit sind an Geld vermögend.
Dann sind sie langwieriger und überseeischer Kriege ungewohnt, weil
sie des Geldmangels wegen immer nur kurze Zeit gegen einander zu
Felde liegen Und unter solchen Umständen können sie weder
bemannte Schiffe, noch auch Landheere häufiger aussenden, weil sie sich
dann von ihrem Anwesen entfernen und doch aus eigenem Seckel
zehren müssen; und überdies ist ihnen das Meer gesperrt. Kriege
lassen sich aber leichter bei einem wohlgefüllten Schatz aushalten, als
durch erzwungene Beisteuern. Leute, die von ihrer Hände Arbeit
leben, geben lieber ihre eigene Person für den Krieg hin, als Geld,
weil sie vertrauen, sich selbst wohl noch aus den Gefahren heraus-
bringen zu können, aber nicht gewiß sind, ob sie nicht das Ihrige
vorzeitig aufzehren, besonders wenn der Krieg sich über Erwarten in
die Länge zieht, wie es dies Mal wahrscheinlich ist."
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