Wohl bin ich jung, doch, Vater, folge meinem Rath.
Olaß den Mann hier, wie er will, dem eignen Sinn
Genüge leisten und dem Gott gefällig sein,
Und uns gewihre freundlich, daß der Bruder kommt.
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Getrost: es zieht dich, was er Unwillkommnes sagt,
Nicht wider deinen Willen ab von deinem Sinn.
Und Worte hören, schadet dir's? Gibt doch die That,
In bösem Sinn entworfen, sich im Worte kund.
Er ist dein Sohn, o Vater; darum, wenn er auch
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Der schwersten Frevel schwersten selbst an dir verübt,
Geziemt es dir nicht, wieder ihm ein Leid zu thun.
Nein, laß ihn! Böse Kinder hat auch Mancher sonst,
Und braust im Zorn auf; aber durch den Zauberlaut
Der Freundesmahnung wird gebannt der Ungestüm.
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Du wende nunmehr deinen Blick auf jenes Leid,
Das Leid von deinen Eltern, das du duldetest;
Und schaust du hierauf, weiß ich, wird's dir offenbar,
Welch schlimmes Ende schlimmer Zorn zu nehmen liebt.
Denn dessen trägst du Zeichen, mächtig mahnende:
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Die blinden Augen, deren Licht in Nacht erlosch.
So gib uns nach! Denn langes Flehen ziemt sich nicht,
Wenn wir Gerechtes bitten, noch geziemt es dir,
Wohlthat empfangen und dafür nicht dankbar sein.