auch mir ein fragendes Wort, der ich weniges fragen will. Denn so scheint mir das Wahre klar gefunden zu werden, indem dein Wort nicht vernichtet wird durch mein Fragen. Denn nachdem gleichmäßig die Unterredung geschehen ist von einem von uns beiden, so wird die Wahrheit, wie sie ist, sich kund tun; denn es verbirgt sich oftmals die
Wahrheit, indem sie nicht durch der Wahrheit gemäße Verhandlung erforscht wird.
wenn es auch entgegen ist dem Gesuchten.
Meinen an das Wahre mich zu halten, sondern durch genaue (ganze) Erforschung. Daher wohlan beginne nun das Wort.
es böse sei?
wird, was, während sie gerecht gestraft werden, böse zu sein scheint den das Gericht dafür Empfangenden, daß sie gewagt Böses zu tun? Wenn du aber nun über das zuerst Gesagte geredet hast, so sage ich 2 nicht, daß Gott davon der Schöpfer sei, denn es scheint mir unvernünftig zu sein, daß es zu Gott nahe gebracht werde, da die offenbar sind, welche erwählt haben, solches zu tun.
so sage ich nicht von ihm, daß es böse ist, sondern gerecht. Denn er (der Böse) muß gemäß der Gerechtigkeit, nachdem er Böses getan, ein gerechtes Gericht empfangen. Von dem gerechten aber sagt niemand, daß es böse sei, außer jenem allein, der es gut emprängt. Denn auch die gegenwärtigen Mörder von den Ältesten das
Gericht empfangend, sage ich, daß sie gut empfangen. Gutes empfangen sage ich, aber gegenüber Bösem. Denn es ist die Art eines jeden der tuenden Männer zu halten das Gerechte für ungerecht.
sagst du, daß dieses Accidenz sei, und wem und woher sage herzubringend mir deutlich.
das Böse zu dir rede, so werde ich, wie es mir möglich sein wird, dir klar das Erforschte sagen, so mich an das Wort haltend.
De Libero Arbitrio. Methodius. ed. D.G. Nathanael Bonwetsch. Germany. 2014.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.